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Für Fachleute und zur Selbsthilfe gleichermaßen hilfreich
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Vom Ende zum Anfang der Liebe: Ein Leitfaden für die systemische Beratung und für Paare, die zusammenbleiben wollen (Taschenbuch) Ich finde es sehr spannend, wie die Autorinnen ihr Buch anhand eines Phasenmodells der Paarbeziehung aufbauen: Nach der Verliebtheit kommen verschiedene Krisen, danach die Leere - und dann, wortwörtlich, die Revolution der Beziehung. Diese ist sicher eine Bedrohung für den Bestand der Beziehung, doch zugleich die große Chance für eine neue Liebe innerhalb derselben. Diese Revolution geht nach innen und nach außen: Sich um sich selbst kümmern, Position gegnüber dem Partner beziehen, und dann kommt, als Herzstück der Revolution, die Auflösung der Übertragung - d. h.: Auflösung jener Muster, die wir alle in unseren Herkunftsfamilien erlernt haben, die wir wie unter Zwang in unseren Partnerschaften wiederholen, und die so hinderlich sind für eine gegenseitige liebende Annahme. Interessant ist die Beschreibung der Übertragungsphänomene als Fragmentierungsvorgänge, und gleichzeitig ungewohnt: Wird doch der Begriff der Fragmentierung ansonsten vor allem im Zusammenhang mit Psychosen gebraucht. Demnach wären einige Erscheinungen in Partnerschaftskrisen als Übertragungspsychose zu deuten? Wie auch immer. Die Sichtweise der Autorinnen hilft, ungewöhnliches Verhalten und Erleben in der Partnerschaft verständlich zu machen, und hilft auch dazu, Auswege aus destruktiven Mustern zu entdecken. Ich denke, dass Viele sich selbst und ihre eigene Paarbeziehung darin wiedererkennen, und auch den Mut zur konstruktiven Veränderung finden werden.
Das Buch wendet sich an Fachleute, die selbst Paarberatung und -therapie durchführen, wie auch an andere Interessierte, die Wege suchen, auf ihren Partner neu zuzugehen, und eine neue Liebe innerhalb der bestehenden Paarbeziehung zu finden. Für mich waren es viele Aha-Effekte.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 29. August 2010 |