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Wäre die Vierung quadratisch, so wäre der Kreisradius vom Heiligen Zentrum bis zur
Mitte der Vierung größer; dementsprechend fielen die Maße des Kirchenschiffs
entweder größer aus oder Längs- und Querschiff wären nicht mehr harmonikal nach
Oktave und Quinte gegliedert. Der als Heiliges Zentrum bereits durch die Blume des
Lebens identifizierte Ort ist also nicht nur geometrisch richtig, sondern auch
harmonikal stimmig.
12. Das Chartreser Labyrinth
Werfen wir einen zweiten Blick auf die Blume des Lebens auf dem Kirchengrundriss,
so sehen wir, dass das Heilige Zentrum, vom innersten Kreis aus gesehen, genau
das geometrische Pendant zur Mitte des Labyrinths bildet.
Das Labyrinth, auf dem Fußboden mit schwarzen und weißen Steinen als
Intarsienarbeit seit dem Mittelalter erhalten, wurde früher von den Pilgern auf Knien
abgeschritten und steht symbolisch für den Lebensweg. Wer das Innere des
Labyrinths erreicht, hat zu sich selbst gefunden.
Das Labyrinth von Chartres
Das Labyrinth in der Blume des Lebens
Übrigens hat auch das Chartreser Labyrinth selbst einen klaren Bezug zur Blume des
Lebens: Sein Inneres zeigt wiederum angedeutet einen Kreis, um den sechs weitere
Kreise angeordnet sind genau wie im inneren Teil der Blume. Legt man die Blume
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