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prozess von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen. So nimmt die Anordnung
der Zellen beim Fötus in der Gebärmutter in einem bestimmten Stadium genau die
Form der Blume des Lebens an.
8. Die Gliederung des Bauwerks entsprechend der Heiligen Geometrie
Üblicherweise wird bei einer geometrischen Aufschlüsselung immer versucht, durch
Anwendung einer oder mehrerer platonischer Körper (Tetraeder, Würfel, Oktaeder,
Ikosaeder, Pentagon-Dodekaeder) zu den Bauprinzipien vorzudringen. Doch hat dies
bisher bei Chartres nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt. Man konnte
lediglich ermitteln, dass sich in der rechteckigen Vierung ein Pentagramm verbirgt:
Die Länge der Vierung beträgt 13,99 m; schlägt man einen Kreis mit diesem Radius
und zeichnet in den Kreis ein Pentagramm ein, so haben die fünf Seiten des
Pentagramms eine Seitenlänge von 16,40 m, was der Breite der Vierung entspricht.
Doch dies allein führt nicht weiter, denn es ist lediglich eine Detailrechnung und
erklärt in Bezug auf das gesamte Bauwerk nicht schlüssig, warum die Vierung
rechteckig ist. Die Blume des Lebens, aus der sich im übrigen sämtliche platonischen
Körper ableiten lassen, führt zu genaueren Erkenntnissen.
Der gotische Spitzbogen
Die in der Blume erkennbare Überschneidung jeweils
zweier Kreise bildet in der Mitte eine Fläche, die als
Mandorla, Fischblase oder Vesica piscis bezeichnet
wird. Die Vesica ist nicht nur als Symbol vieler mystischer
Schulen, auch des Christentums, bekannt, sondern formt
zudem den gotischen Spitzbogen.
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